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WEISSER RING beim 17. Opferschutztag der Polizei Hamburg

21.02.2017

Clara Tönnesmann (li.) und Inna Avdeeva vertraten den WEISSEN RING Hamburg auf dem Opferschutztag der Polizei.

 

Der Schwerpunkt des diesjährigen Opferschutztages der Polizei Hamburg lag auf dem Thema Hasskriminalität. Hauptsächlich Auszubildende und Studierende der Polizeiakademie, aber auch Polizeimitarbeiter*innen und weitere Interessenten erhielten die Gelegenheit, sich im Rahmen von Workshops und Vorträgen mit den Facetten der Hasskriminalität, ihren Ursachen und Auswirkungen auseinanderzusetzen.

Der WEISSE RING Hamburg stellte beim Opferschutztag auf dem "Markt der Möglichkeiten" passend zu dem Themenschwerpunkt erstmals sein zukünftiges Hilfsangebot für Menschen vor, die sich nicht als heteronormativ oder cis-geschlechtlich definieren und aufgrund ihrer sexuellen Orientierung  von Hasskriminalität betroffen sind.

Seit einigen Monaten beschäftigt sich eine Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter*innen mit diesem Thema. Studien zufolge erstatten Opfer von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit vergleichsweise selten eine Anzeige bzw. bitten zögernd oder gar nicht um Unterstützung, da neben Traumatisierung und Angst vor Vergeltung die Befürchtung besteht, auf Vorurteile und Ablehnung zu stoßen. Um die Hemmschwelle für eine Kontaktaufnahme zu senken, hatte die Hamburger Polizei ab 2014 konkrete und erfahrene Ansprechpartner*innen bereitgestellt, an die sich Geschädigte aus der LSBT*-Community wenden können. Der WEISSE RING Hamburg folgt diesem Vorbild. Im April endet die Vorbereitungsphase mit einem Workshop für die geschulten Mitarbeiter*innen. Anschließend wird das Angebot öffentlich kommuniziert. Die Botschaft lautet: Wir sind für Sie da!