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Mach dich laut gegen sexuelle Gewalt

Start der Plakataktion "Mach dich laut gegen sexuelle Gewalt" an der Mönckebergstraße: V. l. Sandra Levgrün, Pressesprecherin der Polizei Hamburg, Kristina Erichsen-Kruse, stv. Landesvorsitzende des WEISSEN RINGS Hamburg, Hans-Jürgen Kamp, Landesvorsitzender des WEISSEN RINGS Hamburg, der Hamburger LKA-Chef Mirko Streiber und Patrick Möller, Geschäftsführer der Wall GmbH. Foto: Stephan Wallocha

 

Es kann überall geschehen: Zuhause, im Büro, bei Freizeitaktivitäten. Kaum ein Lebensbereich ist von sexualisierter Gewalt ausgeschlossen. Die Kriminalstatistik der Polizei erfasst im Jahr 2019 bundesweit ungefähr 69.900 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.  Die Dunkelziffer liegt sehr viel höher und wird bis zu einer Million Taten pro Jahr geschätzt. Denn oft schweigen die Betroffenen aus Angst, aus Scham oder falsch verstandener Loyalität. Dabei hilft Schweigen nur dem Täter, während die von sexualisierter Gewalt Betroffenen oft schwer traumatisiert unter den psychischen und physischen Folgen leiden. 

Aus diesem Grund startete der WEISSE RING Hamburg am 13.08.2020 auf der Mönckebergstraße die Plakataktion „Mach dich laut gegen sexuelle Gewalt“. Ermöglicht wird die Aktion durch den Außenwerber Wall GmbH, der hierfür 175 digitale Werbeflächen in ganz Hamburg zur Verfügung stellt. Einen herzlichen Dank an den Geschäftsführer der Wall GmbH, Patrick Möller, der gemeinsam mit der stellvertretenden Landesvorsitzenden des WEISSEN RINGS Hamburg, Kristina Erichsen-Kruse, und dem Marketing-Team in der Bundesgeschäftstelle des WEISSEN RINGS für die Realisierung sorgte mit dem Ziel, Betroffene zu ermutigen, sich Hilfe zu holen. Die Polizei Hamburg unterstützt die Aktion, denn sie wünscht eine Aufhellung des Dunkelfelds in diesem Deliktbereich.

Die Notwendigkeit des Appells auf den Plakaten erklärt Hans-Jürgen Kamp, Landesvorsitzender des WEISSEN RINGS: „Die Zahlen der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der WEISSE RING will als bundesweit tätige Opferschutzorganisation mit dieser Aktion dazu ermutigen, nicht zu schweigen, sondern sich zu Wort zu melden. Nur auf diese Weise können Täter ihrer gerechten Strafe zugeführt werden und Betroffene die ihnen zustehende Hilfe und Unterstützung erhalten.“

 

Foto: Stephan Wallocha