Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des WEISSEN RINGS fand am 24. September ein festlicher Senatsempfang im Hamburger Rathaus statt. Rund 140 Gäste folgten der Einladung und würdigten damit die Arbeit des WEISSEN RINGS.
Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer während ihrer Rede im Kaisersaal.
Foto: Ulla Schmeling/WEISSER RING
Kultursenatorin Melanie Schlotzhauer hob in ihrer Rede die große Bedeutung des WEISSEN RINGS für die Unterstützung von Kriminalitätsopfern hervor und betonte dabei die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem WEISSEN RING und den Hamburger Behörden.
Landesvorsitzende Monika Schorn richtete in ihrer Ansprachen den Blick auf das, was den WEISSEN RING seit 50 Jahren auszeichnet und bis heute unverzichtbar macht: "Der WEISSE RING hat etwas geschaffen, das bis heute nicht durch Gesetz oder Institution ersetzt werden kann: Menschen, die sich Zeit für andere Menschen nehmen." Besonders würdigte sie in diesem Zusammenhang das Engagement der zahlreichen Ehrenamtlichen: "Menschen brauchen Menschen, dafür stehen unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen möchte ich heute ausdrücklich danke sagen – denjenigen, die seit Jahrzehnten dabei sind, genauso wie denen, die erst seit kurzer Zeit dazugehören!"
Kristina Erichsen-Kruse, die langjährige stellvertretende Landesvorsitzende des WEISSEN RINGS Hamburg, betonte anschließend in ihrer Rede die Rolle der Opferhilfe für die Stabilisierung des inneren Friedens in unserer Gesellschaft. "Wenn wir die durch Gewalterfahrung Geschwächten in unserer Mitte stärken, stärken wir uns als Gemeinschaft. Und wer sich wiederum von ihr getragen fühlt, der ist selbst bereit, für diese zu kämpfen und sie vor Angriffen von innen wie von außen zu schützen," sagte Erichsen- Kruse. Ferner machte sie deutlich, wie vielfältig die Delikte und Schicksale der Menschen sind, die sich hilfesuchend an den WEISSEN RING wenden - und wie ebenso vielfältig die Fähigkeiten sein müssen, die die Ehrenamtlichen in ihre Arbeit einzubringen haben. Zugleich wies sie darauf hin, dass Hilfe für Betroffene eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei und dafür "braucht es jede und jeden von uns als Teil unserer Gesellschaft!"
Landesvorsitzende Monika Schorn (r.) und Stellvertreterin Kristina Erichsen-Kruse.
Foto: Ulla Schmeling/WEISSER RING
Beim anschließenden Empfang bot sich den Gästen die Gelegenheit, dem Landesvorstand und den Mitarbeitenden zu dem Jubiläum des WEISSEN RINGS zu gratulieren und ihnen für ihr Engagement Anerkennung auszusprechen. Wie groß die Wertschätzung ist, zeigt stellvertretend ein Zitat aus dem Schreiben der Hamburger Zeuginnen- und Zeugenbetreuung: "Der WEISSE RING steht seit fünf Jahrzehnten für Menschlichkeit, Solidarität und die Stärkung von Kriminalitätsopfern. Gemeinsam wurde viel erreicht, damit die Stimmen und Bedürfnisse von Betroffenen heute gestärkt und wahrgenommen werden. Dafür sagen wir DANKE - für die Beharrlichkeit, Engagement und gelebte Solidarität."